Psychotherapie & Beratung

Teil 2 · Beitragsreihe zum Selbstwertgefühl

Niedriges Selbstwertgefühl – wie kann es entstehen?

← Zur Übersicht: Selbstwertgefühl verstehen, aufbauen und stärken

Kurzer Überblick

  • Alexander und Martin – ähnliches Leben, unterschiedliches Erleben
  • Ein kurzer Rückblick auf den ersten Beitrag
  • Die Kindheit von Alexander und Martin
  • Wie ein „innerer Verfolger“ entstehen kann
  • Innere Schutzmechanismen und ihre Folgen
  • Was bedeutet die „emotionale Aufladung“?
  • Muss man zu früheren Erfahrungen zurückkehren?

Alexander und Martin – ähnliches Leben, unterschiedliches Erleben

Stellen wir uns zwei Männer vor: Alexander und Martin.

Äußerlich befinden sich beide in einer relativ ähnlichen Lebenssituation. Beide haben einen guten Beruf, ein Haus, eine Familie und sind verheiratet.

Innerlich erleben sie sich jedoch ganz unterschiedlich.

Alexander ist im Allgemeinen mit sich selbst und seinem Leben zufrieden. Natürlich erlebt auch er Schwierigkeiten, macht Fehler oder zweifelt manchmal an sich. Trotzdem verändert dies nicht grundsätzlich sein Bild von sich selbst.

Martin hingegen zweifelt häufig an sich. Er hält sich oft für nicht ausreichend und erlebt sich immer wieder als schlecht oder weniger wertvoll.

Aus psychotherapeutischer Perspektive kommt es nicht selten vor, dass Menschen, die von außen als erfolgreich wahrgenommen werden und mit ihrem Leben eigentlich zufrieden sein könnten, sich innerlich ganz anders erleben.

Das kann darauf hinweisen, dass die Art und Weise, wie wir uns selbst erleben, nicht nur davon abhängt, was wir besitzen, was wir erreicht haben oder wie unser gegenwärtiges Leben aussieht.

Offenbar kann sie mit etwas anderem, tiefer Liegendem verbunden sein.

Aber womit?

Warum kann sich jemand wie Martin trotz vieler positiver Aspekte seines Lebens immer wieder als nicht ausreichend oder wenig wertvoll erleben?

In diesem Artikel wird eine mögliche psychologische Erklärung dafür beschrieben.

Ein kurzer Rückblick auf den ersten Beitrag

Im ersten Beitrag wurden zwei Mechanismen beschrieben, die mit einem niedrigen oder instabilen Selbstwertgefühl verbunden sein können.

Zum einen kann die Fähigkeit, die eigene Wahrnehmung an der Realität zu überprüfen, in bestimmten emotionalen Zuständen eingeschränkt oder gehemmt sein. Dadurch kann es schwieriger werden, die eigene Person möglichst realistisch wahrzunehmen.

Zum anderen kann hinter einer verzerrten Selbstwahrnehmung eine starke emotionale Aufladung stehen, die beeinflusst, wie man sich selbst erlebt.

Aber was ist diese emotionale Aufladung bei einem niedrigen Selbstwertgefühl eigentlich? Womit ist man innerlich aufgeladen?

Und kann diese Aufladung auch dann wirken, wenn man die damit verbundenen starken Emotionen gar nicht bewusst wahrnimmt?

Genau diesen Fragen widmet sich dieser Artikel.

Das Beispiel von Alexander und Martin

Hinweis: In diesem Beispiel werden frühere familiäre Erfahrungen als eine mögliche Quelle für die Entwicklung eines niedrigen Selbstwertgefühls betrachtet. Das bedeutet nicht, dass familiäre Erfahrungen immer die einzige oder wichtigste Ursache sein müssen. Es können auch andere Einflüsse eine Rolle spielen. In der psychotherapeutischen Arbeit zeigt sich jedoch häufig, dass frühere familiäre Erfahrungen eine wichtige Bedeutung haben können.

Wenn wir zu Alexander und Martin zurückkehren, könnte man sagen: Eine solche emotionale Aufladung kann häufig mit früheren Erfahrungen verbunden sein.

Diese Erfahrungen selbst – oder ihr Einfluss auf das heutige Erleben – müssen einem Menschen jedoch nicht immer bewusst sein.

Die Kindheit von Alexander

Wenn Alexander sich als Kind verletzte und Fürsorge brauchte, wurde dies häufig wahrgenommen und er wurde getröstet.

Er konnte seine Wünsche und Bedürfnisse äußern und dabei erfahren, dass diese von seinen Eltern gesehen und anerkannt wurden und – wenn es möglich war – auch erfüllt werden konnten.

Wenn ihn etwas beschäftigte, wurde dies von seinen Eltern wahrgenommen. Gleichzeitig lernte er auch, dass manche Bedürfnisse nicht sofort erfüllt werden können, ohne dass er dadurch die Zuneigung seiner Eltern verliert.

In der Schule hatte Alexander normale Noten. Seine Eltern achteten weniger auf Bestnoten als darauf, dass er in einem angemessenen Rahmen lernte.

Wurde Alexander kritisiert, konnte er erleben, dass es seinen Eltern um sein Wohl ging und darum, ein bestimmtes Verhalten zu verändern. Er hatte nicht das Gefühl, dass er deshalb als ganze Person abgelehnt oder schlecht war.

Alexander machte also wiederholt Erfahrungen wie: „Meine Bedürfnisse und Erlebnisse werden gesehen. Es wird auf mich geachtet. Meine Grenzen und Schwächen sind normal. Ich kann mich auf andere verlassen. Sie sind für mich da, wenn ich sie brauche.“

Solche wiederkehrenden positiven Erfahrungen können die Entwicklung eines stabileren Selbstwertgefühls unterstützen:

„Ich bin wertvoll. Ich werde gesehen.“

Auch wenn Alexander später einen Fehler macht oder kritisiert wird, muss diese Situation deshalb nicht sofort sein gesamtes Bild von sich selbst verändern.

Er kann beispielsweise denken: „Ich habe einen Fehler gemacht“, ohne daraus automatisch zu schließen: „Ich bin schlecht.“

Die Kindheit von Martin

Nun schauen wir uns die Kindheit von Martin an.

Wenn Martin als Kind seine Bedürfnisse zeigte, erfuhr er häufig, dass diese als Schwäche angesehen wurden.

Wenn er sich verletzte, hörte er beispielsweise: „Wein doch nicht. Jungen weinen nicht.“

Wenn er mit seinen Eltern spielen wollte, hieß es vielleicht: „Das ist Blödsinn. Dafür haben wir keine Zeit.“

Er wurde häufig kritisiert und hörte immer wieder, dass er zu wenig leiste.

Dabei wurde nicht nur sein Verhalten kritisiert, sondern teilweise seine ganze Person abgewertet: „Du bist so ungeschickt.“

Martin bekam das Gefühl, keine Fehler machen zu dürfen. Zeigte er Gefühle oder Bedürfnisse, wurde er dafür getadelt.

Typische Botschaften konnten sein: „Weine nicht, du bist schwach.“, „Schau, wie du dich benimmst.“ oder „Man muss im Leben hart arbeiten.“

Solche Reaktionen können eine starke destruktive Wirkung haben.

Wenn sie häufig wiederholt werden, können sie sich zunehmend zu inneren Überzeugungen entwickeln:

„Ich bin wenig wert. Andere mögen mich nicht. Ich bin schlecht.“

Ein Kind kann seine Erfahrungen noch nicht wie ein Erwachsener überprüfen

Als kleines Kind verfügt man noch nicht über dieselben Möglichkeiten wie ein Erwachsener, die eigenen Erfahrungen kritisch einzuordnen.

Martin konnte damals beispielsweise kaum denken:

„Es ist normal, dass ich spielen möchte, Fehler mache, Bedürfnisse habe und Gefühle zeige. Das Problem liegt vielleicht nicht bei mir, sondern darin, dass meine Eltern mit diesen Bedürfnissen und Gefühlen nicht gut umgehen können.“

Stattdessen nimmt das Kind die Reaktionen seiner wichtigsten Bezugspersonen zunächst sehr unmittelbar auf.

Wenn es immer wieder erlebt: „Wenn ich Bedürfnisse zeige, bin ich schwach. Wenn ich Fehler mache, stimmt etwas mit mir nicht. Wenn ich nicht genug leiste, bin ich nicht gut genug“, können diese Erfahrungen mit der Zeit Teil seines inneren Bildes von sich selbst werden.

Hier zeigt sich auch der Zusammenhang mit der im ersten Artikel beschriebenen Fähigkeit, die eigene Wahrnehmung an der Realität zu überprüfen.

Das Kind hat noch wenig Möglichkeiten, sich zu fragen:

„Bin wirklich ich das Problem – oder werde ich gerade von anderen so behandelt?“

Wie aus äußeren Erfahrungen ein „innerer Verfolger“ entstehen kann

Wiederholte negative äußere Erfahrungen können innerlich gespeichert werden.

Aus Kritik, Herabsetzung, zu hohen Ansprüchen oder mangelnder Akzeptanz kann sich mit der Zeit etwas entwickeln, das man bildlich als einen „inneren Verfolger“ bezeichnen könnte.

Die ursprünglich von außen kommenden Botschaften werden zunehmend zu inneren Botschaften:

„Du bist nichts wert. Du bist schwach. Du bist nicht gut genug. Du musst mehr leisten.“

Man könnte sagen:

Was früher von außen kam, wirkt später teilweise von innen weiter – als hätte sich ein innerer Verfolger eingeprägt oder „einprogrammiert“.

Dieser innere Verfolger ist jedoch nicht nur eine Ansammlung von Gedanken.

Er kann mit früheren starken emotionalen Erfahrungen verbunden sein – zum Beispiel mit Angst, Scham, Ohnmacht, Verletzung oder dem Gefühl, nicht angenommen zu werden.

Genau hier können wir wieder auf den Begriff der emotionalen Aufladung zurückkommen.

Die emotionale Aufladung bei einem niedrigen oder instabilen Selbstwertgefühl kann unter anderem aus solchen früheren Erfahrungen bestehen.

Dabei muss ein Erwachsener diese ursprünglichen Gefühle nicht immer bewusst wahrnehmen.

Er denkt vielleicht nicht:

„Jetzt wird gerade meine frühere Angst vor Ablehnung aktiviert.“

Stattdessen erlebt er unmittelbar:

„Ich bin schlecht. Ich bin nicht ausreichend. Mit mir stimmt etwas nicht.“

Die emotionale Erfahrung aus früheren Situationen kann also weiterwirken, obwohl ihre Herkunft und teilweise auch die ursprünglichen Gefühle selbst nicht mehr bewusst wahrgenommen werden.

Innere Schutzmechanismen und ihre Folgen

Der innere Verfolger kann mit starken und schmerzhaften Gefühlen wie Angst, Scham und Ohnmacht verbunden sein.

Für ein Kind ist es auf Dauer kaum möglich, solche Selbstabwertungen und die damit verbundenen inneren Spannungen einfach auszuhalten.

Es versucht deshalb, Wege zu finden, mit dieser belastenden inneren Realität umzugehen.

Martin könnte beispielsweise begonnen haben zu denken:

„Wenn ich nicht zeige, dass mir etwas wehtut, werde ich weniger kritisiert. Es tut mir nicht weh.“ – obwohl es ihm sehr wohl wehtut. „Ich muss stark sein. Ich darf keine Schwäche zeigen. Ich muss noch fleißiger arbeiten. Männer machen das so.“

Solche Gedanken können als frühe Formen innerer Schutzmechanismen verstanden werden.

Sie entstehen, um weitere Verletzungen möglichst zu vermeiden.

Wenn das Kind gelernt hat:

Verletzlichkeit → Kritik oder Abwertung

kann es versuchen, Verletzlichkeit gar nicht mehr zu zeigen.

Wenn es gelernt hat:

Leistung → größere Chance auf Anerkennung

kann es versuchen, immer mehr zu leisten.

Diese Schutzmechanismen können zunächst eine sehr wichtige Funktion erfüllen: Sie helfen dem Kind, eine schwierige Situation psychisch auszuhalten und sich nicht ständig als ganze Person negativ erleben zu müssen.

Diese Strategie hat jedoch auch ihren Preis.

Teile der eigenen Gefühle, Bedürfnisse und Grenzen können zunehmend verdrängt oder nicht mehr bewusst wahrgenommen werden.

Die ursprünglichen Bedürfnisse verschwinden dadurch nicht

Die Bedürfnisse nach Trost, Anerkennung, Nähe oder Akzeptanz verschwinden jedoch nicht einfach.

Sie können in den Hintergrund treten, bleiben aber weiterhin vorhanden.

Auch Verletzlichkeit, Grenzen oder das Bedürfnis nach Unterstützung verschwinden nicht dadurch, dass jemand gelernt hat:

„Ich muss stark sein.“

Deshalb bleiben auch die Schutzbarrieren in gewisser Weise durchlässig.

Spätere Situationen, die Ähnlichkeiten mit früheren Verletzungen aufweisen oder verdrängte Bedürfnisse berühren, können wieder starke emotionale Reaktionen auslösen.

Bei Martin könnte dies beispielsweise bedeuten:

Wenn seine Verletzlichkeit berührt wird, entsteht eine starke innere Anspannung.

Frühere Erfahrungen haben Verletzlichkeit nicht mit „Ich werde gesehen, verstanden und unterstützt“ verbunden, sondern eher mit der Gefahr: „Ich werde kritisiert. Ich werde abgewertet. Ich bin schwach.“

Auch Kritik oder Ablehnung durch andere Menschen können frühere Erfahrungen wieder aktivieren.

Selbst eine konstruktiv gemeinte Rückmeldung kann dadurch manchmal wesentlich bedrohlicher erlebt werden, als sie von außen betrachtet tatsächlich ist.

Wenn sich Vergangenheit und Gegenwart miteinander vermischen

An diesem Punkt wird wieder die Verbindung zum ersten Artikel deutlich.

Objektiv betrachtet befindet sich Martin heute nicht mehr in seiner Kindheit.

Er ist ein erwachsener Mann. Die Menschen um ihn herum sind nicht seine Eltern.

Eine Rückmeldung seiner Ehefrau oder eines anderen Menschen muss keine Abwertung seiner ganzen Person bedeuten.

Innerlich kann eine solche Situation jedoch frühere Erfahrungen und die damit verbundene emotionale Aufladung aktivieren.

Dann wird es schwieriger, die gegenwärtige Situation unabhängig von diesen früheren Erfahrungen wahrzunehmen.

Der innere Verfolger wird wieder aktiv:

„Du bist nicht gut genug. Du hast versagt. Mit dir stimmt etwas nicht.“

Gleichzeitig wird es schwieriger, die eigene Wahrnehmung zu überprüfen und beispielsweise zu denken:

„Ich werde gerade kritisiert, aber das bedeutet nicht automatisch, dass ich als Mensch schlecht bin.“

Oder:

„Ich habe einen Fehler gemacht. Das sagt jedoch nicht alles über meine Person aus.“

Oder:

„Vielleicht erlebe ich diese Situation gerade stärker, weil sie etwas in mir berührt, das ich aus früheren Erfahrungen kenne.“

Was bedeutet die „emotionale Aufladung“ beim niedrigen Selbstwertgefühl?

Wenn wir auf die Ausgangsfrage zurückkommen, könnte man sagen:

Die starke emotionale Aufladung bei einem niedrigen oder instabilen Selbstwertgefühl kann unter anderem aus früheren emotionalen Erfahrungen und Verletzungen bestehen.

Sie können mit Angst, Scham, Ohnmacht, Ablehnung, fehlender Akzeptanz oder anderen schmerzhaften Erfahrungen verbunden sein.

Mit der Zeit müssen diese Gefühle nicht mehr bewusst als solche wahrgenommen werden.

Was häufig deutlicher wahrgenommen wird, ist das Ergebnis:

„Ich bin schlecht. Ich bin nicht ausreichend. Ich bin weniger wert.“

Der innere Verfolger könnte dabei als eine Form verstanden werden, in der diese früheren Erfahrungen und die damit verbundene emotionale Aufladung im heutigen Erleben weiterwirken.

Damit lässt sich auch besser verstehen, warum äußerer Erfolg allein ein negatives Selbstbild nicht unbedingt verändert.

Martin kann einen guten Beruf haben, ein Haus besitzen, verheiratet sein und vieles in seinem Leben erreicht haben.

Wenn jedoch bestimmte Situationen die frühere emotionale Aufladung und den inneren Verfolger aktivieren, kann er sich trotzdem immer wieder als nicht ausreichend erleben.

Alexander und Martin können deshalb äußerlich ein ähnliches Leben führen – und sich innerlich vollkommen unterschiedlich erleben.

Was folgt daraus für die Arbeit am Selbstwertgefühl?

Wenn ein negatives Selbstbild teilweise mit solchen emotionalen Erfahrungen, einem inneren Verfolger und daraus entstandenen Schutzmechanismen verbunden ist, kann die Arbeit am Selbstwertgefühl verschiedene Ebenen betreffen.

Ein wichtiger Schritt kann zunächst darin bestehen, die Möglichkeit zuzulassen, dass die Art und Weise, wie man sich selbst erlebt, teilweise durch etwas aus der Vergangenheit beeinflusst wird – durch Erfahrungen, die belastend, schmerzhaft oder vielleicht auch ungerecht waren und sich mit der Zeit in eine Art inneren Verfolger verwandelt haben.

Dieser innere Verfolger kann die eigene Person in einem sehr negativen Bild darstellen.

Die Frage, wie man damit umgehen und daran arbeiten kann, wird auch Gegenstand weiterer Artikel dieser Reihe sein.

Muss man dafür zu früheren Erfahrungen zurückkehren?

Zum Schluss bleibt noch eine wichtige Frage:

Muss man zu früheren belastenden Erfahrungen zurückkehren, um diese emotionale Aufladung abzuschwächen?

Das kann hilfreich sein und manchmal viel verändern. Besonders bei sehr belastenden Erfahrungen ist jedoch wichtig, dass dafür passende innere und äußere Bedingungen vorhanden sind oder die Auseinandersetzung mit professioneller Unterstützung begleitet wird.

Manche Erfahrungen können so schmerzhaft oder stark sein, dass es zunächst besser sein kann, nicht allein oder nicht sofort zu ihnen zurückzukehren, wenn dies zu überwältigend wäre.

Gerade aus tiefenpsychologischer Perspektive kann die Auseinandersetzung mit früheren Erfahrungen viel verändern. Gleichzeitig ist wichtig zu wissen, dass es auch andere Möglichkeiten und therapeutische Ansätze gibt, die helfen können, ohne dass man unmittelbar oder ausführlich in die Vergangenheit zurückkehren muss.

Vielleicht kann deshalb folgende Haltung hilfreich sein:

„Die Tatsache, dass ich unter einem niedrigen Selbstwertgefühl leide, kann darauf hinweisen, dass bestimmte belastende Erfahrungen aus meiner Vergangenheit noch heute nachwirken. Das kann bedeuten, dass ich mich aufgrund dieser Erfahrungen möglicherweise nicht so wahrnehme, wie ich tatsächlich bin. Gleichzeitig muss ich nicht unbedingt sofort zu diesen Erfahrungen zurückkehren – besonders dann nicht, wenn dies aktuell oder allein zu schwer wäre. Es gibt auch andere Möglichkeiten, an meinem Selbstwertgefühl zu arbeiten.“

Eine solche Möglichkeit – eine praktische Übung zur Überprüfung und Veränderung der eigenen Selbstwahrnehmung – wird im dritten Beitrag dieser Reihe vorgestellt.

Herzliche Grüße

Autor: Mag. Wojciech Michalek, Psychotherapeut, Familien- und Lebensberater

Leiten Sie den Artikel weiter
Call Now Button