
Warum wird man unkontrolliert aggressiv, obwohl man es nicht will? Was ist die Therapie für Aggression? Praktische Beispiele aus Therapie.
Wutausbrüche, aggressive Ausbrüche und manchmal auch körperliche Grenzüberschreitungen treten immer wieder auf, obwohl man versucht, diese zu überwinden. Man verspricht sich immer wieder, dass solche Vorfälle nicht mehr vorkommen und man intensiv daran arbeiten wird. Man nimmt sich vor, es anders zu machen und sich mehr zusammenzureißen. Dennoch wiederholt sich das Verhalten. Warum ist das so?
Aus psychologischer Sicht ist die Motivation, die man hat, eine grundlegende Voraussetzung für Veränderung. Oft reicht sie jedoch nicht alleine aus. Es müssen die psychischen Ursachen und Schemata, die häufig unbewusst sind, bearbeitet werden, damit man nicht mehr so aggressiv reagiert. Das ist eben der Grund, warum man wiederholend unkontrolliert aggressiv wird, obwohl man es eigentlich nicht will. Deswegen ist es ratsam, sich professionelle Hilfe zu suchen, wenn das Verhalten trotz eigener Bemühungen immer wieder auftritt, im Fall wenn dieses zur körperlichen Überschreitung führt, ist die professionelle Hilfe nicht nur empefehlenswert, sondern notwendig, um weiteren Tragödien vermeiden zu können. Es lässt sich das ändern und kann man viel machen!
Gleichzeitig gibt es Unterschiede darin, wie effektiv diese Maßnahmen bei verschiedenen Angeboten wie: Psychotherapie, Therapie bei Aggression, Antiaggressionskurs oder Coaching bei Aggression wirken können.
Dieser Artikel hat zum Ziel, die Therapie bei Aggression bekannter zu machen und den Unterschied zu anderen Hilfsmöglichkeiten zu erläutern.
Therapie bei Aggression
die Therapie bei unkontrollierten Aggressionen und Wut hilft bei:
- Erkennung von Auslösern und Ursachen, die oft unbewusst sind: Identifizierung der Ursachen und Auslöser von Aggressionen, die oft unbewusst sind
- Erlernen von Kontrolltechniken: Erlernen von Strategien zur besseren Kontrolle und Umgang mit Wut und Aggressionen.
- Emotionaler Stabilität: Förderung der Fähigkeit, negative Emotionen gesund zu verarbeiten.
- Verbesserung Beziehungen und Kommunikation: Entwicklung von Konfliktlösungsfähigkeiten und sozialer Interaktion.
Gibt es Ursachen, die man selbst nicht erkennt?
Ja, oft gibt es solche Ursachen. Es gehört zu den Aufgaben des Therapeuten, diese versteckten Auslöser aufzudecken.
Beispiel :von einem Nebenfaktor, der sich zur Aggressivität beitrug:
Ein Mann fühlte sich immer wertlos und unzulänglich, wenn er zu Hause etwas nicht reparieren konnte. Vor Kurzem hatte er zudem eine ihm wichtige Person verloren, was er nicht verarbeitet hatte. Diese Trauer führte zu innerer Anspannung, die sich häufig in Aggression und manchmal in Gewalt äußerte. Nach der Therapie konnte er gut damit umzugehen, wenn er etwas nicht schaffte sowie seine Trauer zu verarbeiten.
Bearbeitung der Ursachen:
Das Erkennen von Ursachen bedeutet nicht automatisch, dass diese auch bearbeitet wurden. Oft sind Aggressionen mit eigenen negativen Erfahrungen wie Gewalt oder instabilen familiären Situationen verbunden. Wenn diese unverarbeitet bleiben, können sie sich in unkontrollierten Aggressionen äußern.
Beispiel aus der Therapie:
Ein Mann war als Kind Zeuge, wie sein Vater seine Mutter und Schwester schlug. Er fühlte sich als Kind in solchen Situationen hilflos. Als Erwachsener wurde er gewalttätig, sobald er das Gefühl hatte, eine Frau könnte in Gefahr sein – selbst wenn objektiv keine Bedrohung bestand. Durch die Therapie erkannte er, dass seine Reaktionen oft durch seine Kindheitserlebnisse ausgelöst wurden. Nach der Therapie reagierte er anders.
b) Erlernen neuer Strategien zum Umgang mit Anspannung:
Im Verlauf der Therapie werden verschiedene Techniken vermittelt, die helfen, Anspannung zu reduzieren.
III. Unterschied zwischen Therapie und Coaching für Aggression
a) In der Therapie wird tiefgreifend gearbeitet, was langfristig zu besseren und dauerhaften Ergebnissen führt. Beim Antiaggressionstraining oder Coaching werden oft Methoden vermittelt, die helfen, auf Anspannung anders zu reagieren, ohne jedoch die zugrunde liegenden Ursachen zu bearbeiten.
b) Es gibt oft erhebliche Unterschiede in der Ausbildung der Anbieter. Beim Antiaggressionstraining ist oft rechtlich gesehen keine tiefgehende Ausbildung erforderlich. Manchmal werden derart Angebote nach einem kurzen Kurs angeboten. Im Gegensatz dazu dauert die Ausbildung zum Psychotherapeuten etwa 10 Jahre (5 Jahre Studium, 4-6 Jahre Ausbildung).
Meine Erfahrungen in der Arbeit:
Nach meinem Studium arbeitete ich hauptsächlich mit Beratungs- und Coachingmethoden. Heute, mit zusätzlichem tiefenpsychologischem und psychotherapeutischem Wissen, erkenne ich, wie bereichernd und hilfreich dieser Ansatz ist. Wodurch auch bessere, dauerhafte und effektive Lösungen leichter erzielt werden können. Daher oft integriere ich die beiden Ansätze und da wo alleine Coachingsmethoden nicht ausreichend sind, wird therapeutisch gearbeitet.
IV. Meine Hilfsangebote – Praktische Informationen
Ich bitte dennoch sowohl die Therapie für Aggressionen als auch Antiaggressionskurse an. Diese finden entweder online oder persönlich in Görlitz (Zgorzelec) statt. Die Sitzungen werden über eine zertifizierte Plattform durchgeführt und sind vertraulich.
Ablauf:
Das Erstgespräch dient dem Kennenlernen und der Einschätzung. Es kann über meine Webseite vereinbart werden:
https://psychotherapie-michalek.de/terminvereinbarung/
Bei Fragen können Sie mich gerne telefonisch, per E-Mail oder über das Kontaktformular kontaktieren.
Kosten:
- Erstgespräch: 35 Euro
- Jede weitere Sitzung: 85 Euro
Autor: Wojciech Michalek, Psychotherapeut, Lebensberater
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