Wojciech Michałek

Warum gute Vorsätze allein nicht reichen: 7 Fallen und Fehler bei der Aggressionsbewältigung- Video

Wer auf einer Bergtour den falschen Pfad bemerkt, spart Kraft und Nerven. Genauso lohnt es sich, die typischen Irrwege im Umgang mit Aggression früh zu erkennen – um Aggression bewältigen zu können  Man kann 7 häufige Fehler . Drei ersten werden in Video (Probe Lektion aus dem Kurs „Aggression im Griff) genauer thematisiert.

Vielleicht kennen Sie die Erfahrung, dass Ärger plötzlich hochschwappt, obwohl Sie sich eigentlich fest vorgenommen haben, ruhig zu bleiben. Häufig steckt dahinter kein Mangel an Willenskraft, sondern ein paar unbewusste Gewohnheiten, die den Weg zu einem friedlichen Umgang miteinander erschweren. Hier ein behutsamer Blick auf sieben solcher Stolpersteine – mit der Einladung, sie einfach einmal bei sich selbst zu beobachten:

  1. Vom Fehltritt zur Selbstverurteilung
    Eine hitzige Reaktion kann rasch das Gefühl wecken, selbst grundsätzlich „schlecht“ zu sein – oder umgekehrt den Wunsch, alles kleinzureden. Wenn Sie merken, dass eine dieser Extremen auftaucht, halten Sie kurz inne: „Ich habe einen Fehler gemacht, aber ich bin nicht dieser Fehler, ich bin nicht als Person schlecht. Ich kann aber für diesen Verantwortung übernehmen.“
  2. Die Angst, abgestempelt zu werden
    Scham und Sorge vor Ablehnung können dazu führen, Aggression lieber zu verstecken. Sich selbst in einem sicheren Rahmen zu erlauben, ehrlich hinzuschauen, ist oft ein erster heilsamer Schritt.
  3. Die Magie des schnellen Vorsatzes
    „Nie wieder!“ klingt kraftvoll – und doch bleibt der Alltag gleich. Fragen Sie sich stattdessen: Welche kleinen, konkreten Schritte könnte ich ab heute üben, damit mein Vorsatz ein Zuhause bekommt?
  4. Der unsichtbare Kreislauf
    Ärger entsteht selten aus dem Nichts. Meist wächst im Hintergrund eine Spannung, die eines Tages ein Ventil sucht. Wenn Sie erste Anzeichen – Unruhe im Körper, negative Gedanken – wahrnehmen, haben Sie bereits einen Schlüssel in der Hand: Sie können jetzt regulieren, bevor Spannung sich entlädt.
  5. Die Entschuldigung ohne Boden
    Worte können Brücken bauen, verlieren aber ihren Halt, wenn keine Veränderung folgt. Prüfen Sie liebevoll: Wie könnte meine Entschuldigung morgen im Verhalten aussehen?
  6. Die Abgabe der Verantwortung
    Stress, Gene, Biografie – all das beeinflusst unser Fühlen. Gleichzeitig bleibt immer ein Rest an Gestaltungsraum. Erlauben Sie sich die Frage: Was liegt heute in meiner Macht, auch wenn es nur ein kleiner Schritt ist?
  7. Auslöser statt Ursachen im Blick
    Der letzte Funke (ein Blick, ein Satz) verdeckt oft tieferliegende Muster. Vielleicht hilft es, neugierig zu werden: Welche wiederkehrenden Themen, Überzeugungen oder Bedürfnisse könnten meine Reaktionen nähren?

Sich dieser Mechanismen bewusst zu werden, ist kein Urteil, sondern ein Akt der Selbstfürsorge. Jeder kleine Moment des Erkennens öffnet eine Tür zu neuen Möglichkeiten – hin zu mehr Gelassenheit, Verbundenheit und Selbstrespekt.

Zugang zum gesamten Kurs erhält man auf der Seite  https://aggressionfrei.de/

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