Panikattacken Psychotherapie
"Die Wunde ist der Ort, durch den das Licht eintritt." Rumi
Panikattacken und starke Angstanfälle- Therapie und Hilfe
Panikattacken und ihre Begleitbelastungen: Scham, Druck, Angst vor dem erneuten Anfall
Panikattacken kommen oft ganz plötzlich, unerwartet. Manchmal weiß man gar nicht, warum und wieso. Im Nachhinein fragt man sich: Was ist los? Was war das? Ist das eine körperliche Erkrankung – ist alles gesundheitlich in Ordnung?
Medizinische Untersuchungen zeigen oft keine biologischen Ursachen und weisen eher auf psychische Faktoren hin. Das weckt weitere belastende Fragen: Ist alles mit mir in Ordnung? Bin ich normal – oder sogar psychisch krank (Eine Panikattacke bedeutet nicht, dass man eine schwere psychische Erkrankung hat)? Die Angst wird dadurch häufig noch stärker.
Nicht selten kommt noch eine zusätzliche Belastung dazu: Schamgefühle. Man muss sich für etwas schämen, das man nicht gewählt hat, das man nicht gewollt hat – und trotzdem davon betroffen ist. Manchmal ist ein Einsatz von Notdiensten notwendig, ein anderes Mal passiert der Anfall an einem Ort, an dem andere dabei sind: bei der Arbeit, im öffentlichen Raum, im Gespräch mit Menschen.
Die Belastung wird oft auch dadurch stärker, dass man es selbst nicht versteht – und häufig von anderen nicht verstanden wird.
Man kann sagen: Zusätzlich dazu, dass die Panikattacken an sich schon schrecklich sind, kommen diese weiteren Belastungen dazu. Das ist ein enormes psychisches Leid.
Was hinter Panik stehen kann
Panik wirkt oft wie „aus dem Nichts“. Und doch gibt es häufig Mechanismen, die sie aufbauen und aufrechterhalten. Hinter Panik können – je nach Person – verschiedene Faktoren stehen, zum Beispiel:
anhaltender innerer Druck, hohe Selbstansprüche, Perfektionismus
Schwierigkeiten, Grenzen zu setzen und eigene Bedürfnisse zu vertreten
Überforderung und Stress (z. B. im Beruf)
belastende Erfahrungen, die im Hintergrund weiterwirken
Angst vor der Angst: die Sorge vor dem nächsten Anfall, die die Spirale verstärken kann
Therapie hilft, diese Zusammenhänge zu erkennen und zu verändern.
Wie Therapie helfen kann
In der Therapie geht es nicht nur darum, die Panik „wegzudrücken“. Ein wichtiger Schritt ist, zu verstehen, dass Panikattacken oft auf mehreren Ursachen beruhen – und dass ein Teil davon nicht sofort bewusst ist, aber trotzdem Einfluss auf Körper und Psyche hat.
Zusammenhänge erkennen – statt nur dagegen zu kämpfen
Wenn klarer wird, aus welchen Bausteinen sich die Panik zusammensetzt (z. B. innere Anspannung, bestimmte Situationen, Gedanken, Scham, Angst vor der Angst), entsteht oft mehr Orientierung. Dieses Verstehen kann den inneren Druck reduzieren und gibt mehr Einfluss darauf, wie man mit der Panik umgeht.Mehr Stabilität und innere Ressourcen entwickeln
Therapie kann helfen, sich insgesamt stabiler zu fühlen: emotional, körperlich und im Alltag. Wenn mehr innere Ressourcen verfügbar sind, wird es leichter, Belastungen zu tragen und Erfahrungen zu verarbeiten, ohne dass das Nervensystem so schnell in den Alarmzustand kippt. Das kann zur Reduktion von Häufigkeit und Intensität der Panikattacken beitragen.Arbeit an tieferen Ursachen und Mechanismen
Ein weiterer zentraler Teil ist die Arbeit an tieferliegenden psychischen Mechanismen und – manchmal – an früheren Erfahrungen, die mit Panik zusammenhängen können. Diese Zusammenhänge sind nicht immer sofort sichtbar, können aber dennoch wirksam sein. Wenn solche Hintergründe verstanden und bearbeitet werden, wodurch auch die Panik nicht mehr kommt.
Der erste Schritt: Vorgespräch / Erstkonsultation
Am Anfang steht ein Erstgespräch. Dabei geht es darum,
zu verstehen, wie Sie sich aktuell fühlen und was genau passiert,
gemeinsam einzuordnen, welche Mechanismen bei Ihnen eine Rolle spielen,
zu klären, was Sie sich wünschen und was Ihnen bisher geholfen oder nicht geholfen hat,
und zu besprechen, ob und wie eine Zusammenarbeit sinnvoll ist.
Ablauf und Rahmen: online oder persönlich
Die Gespräche können online oder persönlich stattfinden (je nach Möglichkeit und Vereinbarung).
Online
Online-Sitzungen finden über eine geschützte, datensichere Plattform statt. Hilfreich sind:
ein ungestörter Raum,
stabile Internetverbindung,
Kopfhörer (wenn möglich), damit das Gespräch vertraulich bleibt.
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